Funktionsweise
Die Konfiguration eines Tool-Servers (MCP) in der Bibliothek entspricht dem Ablauf auf Space-Ebene: Sie vergeben einen Namen, wählen einen der sechs Verbindungstypen (Remote-HTTP, NPX-Paket, Python-Paket, HTTP API, OpenAPI, Skill), hinterlegen die Konfiguration und prüfen sie über den Verbindungstest. Der Unterschied: Ein in der Bibliothek angelegtes Werkzeug kann über die Verteilungseinstellungen automatisch an ausgewählte Spaces verteilt werden. Tool-Server vom Typ NPX-Paket oder Python-Paket starten seit v1.5.0 jeweils in einer eigenen Sandbox. Sie setzen deshalb voraus, dass die Code-Ausführung aktiviert ist; ist sie es nicht, weist der Verbindungstest darauf hin.Details zu Verbindungstypen und Einrichtung eines Tool-Servers finden Sie unter Werkzeuge.
Für vorgebaute Integrationen (Jira, Confluence, Notion, SharePoint, Outlook, Microsoft Teams) verwenden Sie nicht die hier beschriebenen Tool-Server, sondern die jeweiligen Konnektor-Setup-Seiten unter Administration → Integrationen – zum Beispiel Jira oder Outlook. Diese OAuth-basierten Konnektoren sind getrennt von selbst konfigurierten Tool-Servern (MCP).
Code-Sandbox konfigurieren
Werkzeuge vom Verbindungstyp Skill führen Code in einer isolierten Code-Sandbox aus. Seit v1.2.0 wird die Code-Ausführung automatisch aktiviert, sobald ein Agent Skills verwendet – Sie müssen sie nicht mehr als separates Werkzeug konfigurieren. Die Sandbox konfigurieren Sie zentral unter Org-Einstellungen → KI-Konfiguration → Code-Sandbox.Verknüpfte Zugangsdaten
Hier steuern Sie, welche Zugangsdaten innerhalb der Sandbox verfügbar sind:- Nur Organisations-Zugangsdaten, die Sie hier explizit verknüpfen (anhaken), werden der Sandbox als Umgebungsvariablen bereitgestellt.
- Space-Zugangsdaten werden nicht in die Sandbox injiziert.
- Änderungen wirken nur für neu gestartete Sandboxen – bereits laufende Sandboxen behalten ihre Umgebung.
Ressourcen-Grenzen
Zusätzlich begrenzen Sie hier, wie viele Ressourcen eine einzelne Sandbox-Ausführung beanspruchen darf. Passen Sie die Grenzen nur an, wenn Skills reproduzierbar an Ressourcen-Grenzen scheitern.Aktive Sandboxes einsehen und beenden
Seit v1.3.0 sehen Sie in den Code-Ausführungs-Einstellungen, welche Sandboxes gerade laufen, und beenden einzelne gezielt – etwa wenn ein Skill hängt oder eine Ausführung unerwartet lange Kapazität belegt. Die Übersicht gibt es auf zwei Ebenen: In den Instanz-Einstellungen sehen Sie als Instanz-Admin die aktiven Sandboxes instanzweit, in den Org-Einstellungen als Org Admin die Sandboxes Ihrer Organisation. Beenden Sie eine Sandbox, wird die zugehörige Code-Ausführung abgebrochen. Seit v1.5.0 sieht der Nutzer daraufhin im Chat einen Hinweis, dass die Sandbox beendet wurde, statt eines fehlgeschlagenen Laufs; seine nächste Nachricht erhält automatisch eine neue Sandbox. Seit v1.4.0 belegen inaktive Sandboxes keine Kapazität mehr: Der Arbeitsbereich der Sandbox einer Konversation – erstellte Dateien und installierte Pakete – wird zwischen den Antworten automatisch gesichert und bei der nächsten Code-Ausführung wiederhergestellt. Zugleich startet die Code-Ausführung deutlich schneller und benötigt erheblich weniger Arbeitsspeicher.Warteschlange bei voller Kapazität
Ist die gesamte Kapazität für Code-Ausführung belegt, schlagen neue Code-Ausführungen nicht mehr sofort fehl. Sie warten in einer Warteschlange und werden automatisch fortgesetzt, sobald Kapazität frei wird. Nutzer sehen ihre Position direkt in der Konversation, das Warten läuft auch bei geschlossenem Browser weiter und lässt sich jederzeit abbrechen – die Konversation geht dann ohne Code-Ausführung weiter. Häufen sich Wartezeiten, prüfen Sie zuerst die aktiven Sandboxes: Hängende Ausführungen zu beenden gibt Kapazität sofort frei.Wie Sie einen Skill anlegen, welche Dateien in die Sandbox gehören und wie sich die Warteschlange für Nutzer im Chat darstellt, beschreibt die Plattform-Seite Skills und die Code-Sandbox.
