Erste Schritte
- Öffnen Sie die App „Automatisierung” in Ihrem Space.
- Klicken Sie auf „Neuer Workflow”, um Ihren ersten Workflow zu erstellen.
- Wählen Sie eine Vorlage oder starten Sie mit einem leeren Workflow — wenn Sie neu bei Automate sind, helfen die vorgefertigten Vorlagen beim Verstehen der Konzepte.
Grundkonzepte
Nodes
Nodes sind die Bausteine Ihrer Workflows. Jeder Node repräsentiert eine Aktion oder einen Schritt im Automatisierungsprozess. Trigger Nodes starten Ihren Workflow automatisch:- Webhook: empfängt HTTP-Anfragen
- Schedule: zeitbasierte Ausführung (Cron)
- Manual: manuelle Ausführung
- Email: E-Mail-basierte Trigger
- HTTP Request: API-Aufrufe — darüber rufen Sie auch Localmind-Agenten auf
- Set: Daten setzen/transformieren
- IF: bedingte Logik
- Switch: Multi-Branch-Logik
Localmind-Agenten aufrufen
Einen dedizierten Agent-Node gibt es nicht — Sie rufen Localmind-Agenten über die HTTP Request Node auf:- Endpoint:
POST https://<deine-instanz>-api.localmind.ai/v1/chat/completions - Auth: Header
Authorization: Bearer <LOCALMIND_API_KEY>(als n8n-Credential vom Typ Header Auth) - Agent-Auswahl: das
model-Feld im Body trägt die Agent-UUID ausGET /v1/models
Request-Body
{{ $json.choices[0].message.content }} aus, den Token-Verbrauch über {{ $json.usage.total_tokens }}. Die vollständige Anleitung inklusive Stolperfallen finden Sie unter Localmind Agent in n8n einbinden.
Workflow-Struktur
Ein typischer Workflow folgt diesem Muster:1
Workflow erstellen
Klicken Sie auf „Neuer Workflow”, vergeben Sie einen Namen (z.B. „Kundenanfrage verarbeiten”) und wählen Sie einen Trigger-Node — für Tests zunächst einen Manual Trigger, später stellen Sie auf einen automatischen Trigger um.
2
Nodes hinzufügen
Über das „+“-Symbol suchen Sie den gewünschten Node (z.B. „HTTP Request”), ziehen ihn auf das Canvas und verbinden Nodes durch Ziehen von den Ausgängen zu den Eingängen. Achten Sie darauf, dass die Datenformate zwischen Nodes kompatibel sind — zur Umwandlung nutzen Sie Set-Nodes.
3
Node konfigurieren
Klicken Sie auf einen Node, füllen Sie die erforderlichen Felder aus und testen Sie mit „Execute Node”. Für dynamische Werte verwenden Sie Expressions (
{{ }}):Expression Beispiel
4
Workflow aktivieren
Testen Sie den Workflow gründlich (siehe Testing), bevor Sie den „Active”-Toggle oben rechts einschalten. Für Production konfigurieren Sie einen automatischen Trigger und überwachen Ausführungen im „Executions”-Tab.
Praktisches Beispiel: E-Mail-zu-Agent-Workflow
Ein Workflow, der E-Mails empfängt, sie an einen Localmind-Agenten weiterleitet und eine Antwort sendet:1. Email Trigger konfigurieren
Fügen Sie einen IMAP Email-Node hinzu, konfigurieren Sie die Credentials (IMAP-Server, Benutzername, Passwort) und setzen Sie das Polling-Intervall (z.B. jede Minute). Optional filtern Sie auf bestimmte Absender.2. Daten vorbereiten (Set Node)
Strukturieren Sie mit einem Set-Node die Daten für den Agenten:emailSubject:{{ $json.subject }}emailBody:{{ $json.textPlain }}senderEmail:{{ $json.from.value[0].address }}timestamp:{{ $now.toISO() }}
3. Localmind Agent aufrufen (HTTP Request)
Konfigurieren Sie einen HTTP Request-Node: Methode POST, URLhttps://<deine-instanz>-api.localmind.ai/v1/chat/completions, Authentication über ein Header-Auth-Credential mit Authorization: Bearer <LOCALMIND_API_KEY>. Im Body trägt model die Agent-UUID aus GET /v1/models:
Request-Body
4. Antwort senden (HTTP Request)
Ein zweiter HTTP Request-Node sendet die Antwort per POST an Ihre E-Mail-API (z.B. SendGrid, Mailgun). Mit$('NodeName') greifen Sie auf Daten früherer Nodes zu:
Häufige Patterns
Pattern 1: Bedingte Verarbeitung
Verwenden Sie IF Nodes für bedingte Logik:IF Bedingung Beispiel
Pattern 2: Verzweigte Verarbeitung
Ein Node kann mehrere ausgehende Verbindungen haben. n8n führt die Branches nacheinander aus (nicht parallel) — jeder Branch erhält aber dieselben Input-Daten und arbeitet unabhängig weiter:Pattern 3: Error Handling
Implementieren Sie in jedem Produktiv-Workflow eine Fehlerbehandlung — der Error Trigger-Node ist dafür der zentrale Baustein (siehe Retry Logic):Pattern 4: Daten stringifyen
Wenn eine API oder ein Textfeld einen String statt eines JSON-Objekts erwartet, wandeln Sie Objekte mitJSON.stringify() um — und mit JSON.parse() wieder zurück. Für einfache Werte (Strings, Zahlen) ist das unnötig; nutzen Sie es gezielt dort, wo eine Gegenstelle JSON-Strings erwartet — etwa HTTP-Request-Bodies, Logging oder Webhook-Payloads:
Expression-Beispiele
Best Practices
1. Use Case First, Workflow Second
Beginnen Sie mit der Problemdefinition, nicht mit der Implementierung — der Workflow passt sich an Ihre Anforderungen an, nicht umgekehrt:- Geschäftsproblem definieren — z.B. „Automatische Kategorisierung von Support-E-Mails mit Weiterleitung dringender Anfragen an das Support-Team.”
- Input und Output spezifizieren — Input: E-Mail mit Betreff, Absender, Inhalt. Output: Kategorisierung (dringend/normal) mit entsprechender Weiterleitung.
- Logische Schritte identifizieren — den Prozess in 3–5 Verarbeitungsschritte zerlegen (E-Mail empfangen → mit Agent analysieren → kategorisieren → bei „dringend” benachrichtigen).
- Nodes auswählen — basierend auf den definierten Schritten.
2. Vorlagen und bestehende Lösungen nutzen
Durchsuchen Sie vor der Implementierung die Automate-Vorlagenbibliothek und Community-Beispiele für ähnliche Use Cases. Das beschleunigt die Entwicklung durch bewährte Patterns, zeigt Ihnen neue Nodes und Implementierungsansätze und vermeidet bekannte Fehlerquellen.3. Data Flow Principle verstehen
Jeder Automate-Workflow folgt dem Prinzip Input → Transform → Output. Häufige Datenquellen sind eigene Datenbanken (Airtable, Google Sheets, Supabase) und öffentliche APIs (HTTP Request Node, dedizierte API-Nodes). Für HTTP Request Nodes hat sich dieser Ablauf bewährt: cURL-Befehl aus der API-Dokumentation kopieren, in Postman importieren und mit realen Parametern testen, Funktionalität für Ihren Use Case verifizieren — und erst dann den validierten Request nach Automate übertragen. Postman erleichtert Testen und Debugging von API-Requests erheblich.4. Kern-Nodes beherrschen
Die meisten Workflows kommen mit wenigen Nodes aus:- Set/Edit Fields: Spalten extrahieren, Datentypen konvertieren, Datenstrukturen anpassen
- Filter: ungültige Datensätze entfernen (null-Werte, Duplikate, Formatfehler)
- Merge: Spalten hinzufügen oder Datensätze kombinieren
- Code: komplexe Transformationen, die mit Standard-Nodes nicht möglich sind — KI-Assistenten können den Code aus Input-Struktur und gewünschtem Output generieren
- IF: bedingte Verarbeitungslogik
- HTTP Request (Localmind Agent): für die meisten KI-basierten Aufgaben — der Agent-Aufruf läuft über
POST /v1/chat/completions, siehe Localmind Agent in n8n einbinden
5. Node-Outputs pinnen für effizientes Testing
Führen Sie den Workflow einmal vollständig aus, pinnen Sie die Outputs über das Pin-Icon und testen Sie nachgelagerte Nodes ohne erneute API-Calls oder KI-Verarbeitung. Gepinnte Daten können Sie bearbeiten, um verschiedene Szenarien inklusive Edge Cases zu simulieren.6. Sub-Workflows für modulare Architektur
Teilen Sie komplexe Workflows in wiederverwendbare Sub-Workflows auf: Haupt-Workflows enthalten maximal 4–6 Nodes, häufig verwendete Funktionalität (Datenbereinigung und Validierung, Error Handling und Retry-Logik, Benachrichtigungen) wandert in Sub-Workflows in einem dedizierten Components-Ordner. Das macht Fehler schnell auf einen Sub-Workflow eingrenzbar, Komponenten in verschiedenen Workflows wiederverwendbar und Haupt-Workflows übersichtlich.7. Umfassendes Error Logging implementieren
Loggen Sie bei Fehlern alle relevanten Informationen: Fehlermeldung und Fehlertyp, Fehlerstelle (Node-Name, Execution-ID), Input-Daten, die den Fehler verursacht haben, Zeitstempel und Workflow-Kontext sowie Retry-Versuche und deren Ergebnisse. Loggen Sie auch erfolgreiche Executions — das ermöglicht Berichte über Workflow-Performance und macht Trends sichtbar.8. Credit-Verbrauch überwachen
Agent-Aufrufe werden in Localmind in Credits abgerechnet. Damit Automatisierungen kalkulierbar bleiben: Prüfen Sie den Token-Verbrauch pro Execution (usage.total_tokens der Agent-Antwort), identifizieren Sie Verbrauchstreiber (lange Prompts, große Kontexte, unnötige Wiederholungs-Aufrufe) und pinnen Sie beim Testen die Outputs (Best Practice 5). Loggen Sie den Token-Verbrauch von Anfang an mit — unerwarteter Credit-Verbrauch beeinträchtigt das Vertrauen in Automatisierungen.
Weiterführend: Testing (jeden Node einzeln testen), Performance (API-Calls, Caching, Timeouts) und Sicherheit (Credentials sicher speichern, Environment Variables für sensible Daten).
Debugging
Die häufigsten Probleme in Kürze — mehr in der Debugging-Anleitung:- Workflow läuft nicht — „Active”-Toggle, Trigger-Konfiguration und Credentials prüfen.
- Daten kommen nicht korrekt an — Expression-Syntax (
{{ $json.fieldName }}) und Datenformate zwischen Nodes prüfen. - Agent antwortet nicht — Agent-UUID im
model-Feld gegenGET /v1/modelsabgleichen, Base-URL (-api-Host statt-app) und API-Key-Scope prüfen — Details unter Localmind Agent in n8n einbinden.
Nächste Schritte
Custom Nodes
Erstellen Sie eigene Nodes für spezifische Anwendungsfälle.
Localmind API
Endpoint-Referenz und Code-Beispiele für Integrationen.
