Ausführung verschlanken
Automate arbeitet die Nodes eines Workflows innerhalb einer Execution sequenziell ab — auch wenn Sie mehrere Branches nebeneinander zeichnen, laufen diese nacheinander. Echte parallele Ausführung innerhalb einer Execution gibt es nicht. Der wirksamste Hebel ist deshalb: weniger Arbeit pro Execution.- Branches sind kein Beschleunigungs-Werkzeug: Die Gesamtzeit ist die Summe aller Node-Zeiten. Nutzen Sie Branches für Logik (Fallunterscheidungen), nicht für Tempo.
- Unnötige Nodes vermeiden: Jeder Node kostet Zeit. Konsolidieren Sie mehrere Transformations-Schritte in einem Node, entfernen Sie Nodes, deren Ergebnis nicht weiterverwendet wird, und prüfen Sie, ob Zwischenschritte wirklich nötig sind.
- Batching statt Einzel-Calls: Verarbeiten Sie Items in Gruppen statt einzeln — das reduziert API-Calls und Ausführungszeit deutlich. Details und die Konfiguration des Loop-Over-Items-Nodes finden Sie unter Batching.
Caching (DIY-Pattern)
Automate bringt keinen eingebauten Cache mit — Caching ist ein selbstgebautes Pattern, das Sie mit Workflow Static Data ($getWorkflowStaticData()) oder einem externen Store (z. B. Redis oder einer Datenbank) umsetzen.
Planen Sie zuerst, was gecacht werden darf:
Umsetzung mit Workflow Static Data in Code-Nodes:
API-Optimierung
Timeout-Konfiguration
Diese Werte sind unverbindliche Richtwerte aus der Praxis, keine garantierten Antwortzeiten. Die tatsächliche Dauer — insbesondere von Agent-Aufrufen — hängt von Modell, Prompt-Länge und Tool-Nutzung ab. Messen Sie Ihre realen Zeiten über die Executions-Liste und passen Sie die Timeouts entsprechend an.
Datenfilterung
Filtern Sie Daten so früh wie möglich im Workflow — das bedeutet weniger Daten zu verarbeiten, schnellere Ausführung und geringeren Speicherverbrauch:Frühe Filterung
Ausführungen auswerten
Automate bringt kein Performance-Dashboard und keine automatische Metriken-Überwachung mit. Was Sie real haben: Die Executions-Liste zeigt Status und Dauer jeder Ausführung — daraus werten Sie manuell aus.- Langsame und fehlerhafte Workflows finden: Status (Erfolg/Fehler) und Dauer pro Execution ablesen, nach fehlgeschlagenen Executions filtern, auffällig lange Ausführungen identifizieren und öffnen.
- Einzelne Execution analysieren: In der Detailansicht nachvollziehen, an welchem Node die Zeit verloren geht oder welcher Node fehlgeschlagen ist. Vergleichen Sie mehrere Executions desselben Workflows, um Ausreißer von systematischen Problemen zu unterscheiden.
- Eigene Auswertung bauen (DIY): Wenn Sie Kennzahlen über viele Executions hinweg brauchen, arbeiten Sie mit der Executions-Liste in der Web-App und übertragen die relevanten Werte in Ihr eigenes Tooling — ein selbstgebautes Pattern, kein eingebautes Feature. Für eine programmatische Anbindung siehe Automate-API.
Häufige Performance-Probleme
Performance-Checkliste
- Unnötige Nodes und Branches wurden entfernt
- Caching (DIY) ist für wiederholte Anfragen implementiert, wo sinnvoll
- API-Calls sind optimiert (Batching, Pagination)
- Timeouts sind angemessen konfiguriert
- Datenfilterung erfolgt früh im Workflow
- Executions werden regelmäßig auf Dauer und Fehler geprüft
- Langsame Nodes wurden identifiziert und optimiert
