Einzelne Nodes testen
Testen Sie jeden Node einzeln, bevor Sie den gesamten Workflow ausführen: Node öffnen, Parameter und Credentials prüfen, dann Execute Node klicken (oder F2). Grüner Status heißt erfolgreich ausgeführt — prüfen Sie anschließend, ob der Output vollständig ist und dem erwarteten Format entspricht. Roter Status heißt fehlgeschlagen — lesen Sie die Error-Message und prüfen Sie Input-Daten und Credentials. Im Node-Detail sehen Sie drei Dinge: den Input (was hineingegangen ist), den Output (was herauskommt) und die Execution Time (wie lange es gedauert hat). Verwenden Sie realistische Test-Daten — und testen Sie nicht nur den Happy Path:Output prüfen (Beispiel HTTP Request)
Outputs pinnen
Führen Sie den Workflow einmal komplett aus, um echte Daten zu erhalten, und pinnen Sie dann den Node-Output über das Pin-Icon. Nachgelagerte Nodes verwenden ab jetzt die gepinnten Daten — ohne erneute API-Calls oder Agent-Aufrufe, also ohne zusätzlichen Credit-Verbrauch. Gepinnte Daten können Sie manuell bearbeiten, um fehlende Felder, geänderte Werte oder Fehlerzustände zu simulieren.Den gesamten Workflow testen
Fügen Sie einen Manual Trigger am Anfang hinzu und starten Sie den Workflow mit Execute Workflow. Beobachten Sie während der Ausführung den Status jedes Nodes (grün/rot) und klicken Sie auf einzelne Nodes, um Zwischenergebnisse zu sehen. Prüfen Sie am Ende das Gesamtergebnis: Sind alle erwarteten Outputs vorhanden und korrekt formatiert?Execution Logs lesen
Sie erreichen die Logs über den Executions-Tab: Execution auswählen, dann Open in Editor klicken.
Bei einzelnen Nodes lohnt der Blick auf drei Dinge:
- Input-Daten: Sind alle erwarteten Felder vorhanden, im richtigen Format, ohne null/undefined?
- Output-Daten: Entspricht der Output den Erwartungen — alle benötigten Felder, korrektes Format?
- Execution-Zeit: unter 1 Sekunde sehr schnell, 1–5 Sekunden normal, 5–30 Sekunden langsam aber akzeptabel, über 30 Sekunden zu langsam — optimieren.
Fehler interpretieren
HTTP-Fehler
Datenformat-Fehler
Meldungen wie „Cannot read property ‘x’ of undefined”, „Expected string but got number” oder „Invalid JSON format” deuten auf Format-Probleme zwischen Nodes hin. Prüfen Sie die Input-Daten des Nodes, die Expression-Syntax ({{ $json.fieldName }}) und die Datenformate zwischen den Nodes — bei Bedarf transformieren Sie mit einem Set-Node:
Null-Check in Expressions
Timeout-Fehler
Bei „Execution timeout exceeded” (Node bleibt lange gelb, dann rot) haben Sie drei Hebel: den Timeout in den Node-Einstellungen erhöhen (Standard 30 Sekunden → 60 Sekunden), den API-Call verschlanken (Request-Größe reduzieren, Pagination nutzen) oder automatische Retries mit Exponential Backoff — siehe Retry Logic.Credential-Fehler
Bei „Authentication failed”, „Invalid credentials” oder „API key not found”: Credentials in den Node-Einstellungen überprüfen, das Credential-Format validieren (Bearer Token, API Key) und den Call isoliert testen — zum Beispiel in Postman:Test-Szenarien
API-Call testen
Testen Sie externe APIs zuerst außerhalb von Automate: cURL aus der API-Dokumentation in Postman importieren, mit echten Parametern testen, Response-Format verifizieren. Übertragen Sie dann Method, URL, Headers und Body in einen HTTP Request Node und führen Sie Execute Node aus. Prüfen Sie im Output$json.statusCode === 200 und ob die erwarteten Felder im Response-Body vorhanden sind.
Agent-Aufruf testen
Localmind-Agenten rufen Sie über einen HTTP Request Node gegen/v1/chat/completions auf — die vollständige Anleitung steht unter Localmind Agent in n8n einbinden.
1
HTTP Request Node konfigurieren
- Methode POST, URL:
https://<deine-instanz>-api.localmind.ai/v1/chat/completions - Authentication: Header-Auth-Credential mit
Authorization: Bearer <LOCALMIND_API_KEY> - Body (JSON) —
modelträgt die Agent-UUID ausGET /v1/models:
2
Execute Node und Output prüfen
Die Antwort kann 5–30 Sekunden dauern. Der Output folgt dem Chat-Completions-Schema:Prüfen Sie:
$json.choices[0].message.content ist vorhanden und nicht leer, $json.usage.total_tokens liegt im erwarteten Rahmen.3
Output pinnen und Verbrauch überwachen
Agent-Aufrufe werden in Credits abgerechnet — behalten Sie
usage.total_tokens pro Test im Blick und pinnen Sie den Output nach dem ersten erfolgreichen Test.Bedingte Logik testen (IF/Switch)
Testen Sie beide Branches mit passenden Daten — und zusätzlich die Edge Cases:IF-Bedingung
Daten-Transformation testen (Set/Code)
Definieren Sie Input-Daten, konfigurieren Sie die Transformation und vergleichen Sie den Output mit dem erwarteten Ergebnis. Beispiel für einen Set-Node mit den FeldernfullName: {{ $json.firstName }} {{ $json.lastName }}, greeting: Hallo {{ $json.firstName }}! und email: {{ $json.email }}:
Best Practices
- Früh testen: jeden Node sofort nach Erstellung, nicht erst am Ende der Entwicklung.
- Outputs pinnen: spart Zeit und Credits bei Downstream-Tests.
- Realistische Test-Daten: Daten verwenden, die echten Szenarien entsprechen — plus Edge Cases (null-Werte, leere Strings, sehr lange Texte).
- Tests dokumentieren: Szenarien und erwartete Outputs für zukünftige Referenz notieren.
- Tests isolieren: jeder Test funktioniert unabhängig von anderen.
Checkliste vor dem Aktivieren
- Alle Nodes wurden einzeln getestet und liefern grünen Status
- Output-Daten wurden validiert: erwartete Felder vorhanden, Formate korrekt, keine null/undefined-Werte in kritischen Feldern
- Der Workflow wurde vollständig durchlaufen
- Alle Branches wurden getestet (IF/Switch), Edge Cases eingeschlossen
- Error-Handling und Retry-Logik wurden getestet, Timeouts sind angemessen
- Execution-Zeit ist akzeptabel (unter 30 Sekunden)
- Execution Logs wurden überprüft
- Credit-Verbrauch wurde kalkuliert (bei KI-Nodes)
Nächste Schritte
Debugging
Erfahren Sie mehr über fortgeschrittene Debugging-Techniken.
Performance
Optimieren Sie die Performance Ihrer Workflows.
Best Practices
Lernen Sie weitere Best Practices für professionelle Workflows.
Sicherheit
Erfahren Sie mehr über sichere Workflow-Implementierung.
