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Vier Grundregeln sichern Ihre Automate-Workflows ab: Credentials gehören in den Credential Store und niemals in den Workflow selbst, jeder Webhook braucht mindestens eine Authentifizierungsmethode, alle Verbindungen — API-Calls, Webhooks, Datenübertragung — laufen über HTTPS, und die Nachvollziehbarkeit sichern Execution-Historie und die Localmind-Audit-Logs.

Credential-Management

Secrets gehören in den Credential Store von Automate: Dort werden sie verschlüsselt gespeichert und nur zur Laufzeit entschlüsselt — sie landen weder im Workflow-JSON noch in Workflow-Exporten. Legen Sie API-Keys, Passwörter und Tokens immer als Credential an und referenzieren Sie diese in den Node-Einstellungen. Die $env-Expression liest Server-Umgebungsvariablen. Diese werden vom Betreiber Ihrer Automate-Instanz serverseitig gesetzt — ein eigenes UI zum Anlegen von Environment Variables gibt es in Automate nicht. Als Workflow-Builder können Sie $env nur nutzen, wenn der Betreiber die entsprechende Variable hinterlegt hat.
Hardcoden Sie Credentials niemals direkt in Nodes oder Code — hardcodierte Werte erscheinen im Workflow-JSON und damit in jedem Export.
Abgrenzung: Org-Zugangsdaten. Der Automate Credential Store ist unabhängig von den Zugangsdaten Ihrer Localmind-Organisation. Letztere verwalten Org-Admins unter Org-Settings → Sicherheit → Zugangsdaten für Dienste, die Localmind-Agents und Apps nutzen (z.B. DeepL). Credentials, die Ihre Automate-Workflows verwenden, legen Sie direkt in Automate an.

Webhook-Sicherheit

Webhooks ohne Authentifizierung sind ein Sicherheitsrisiko. Implementieren Sie immer mindestens eine Authentifizierungsmethode.
Behandeln Sie auch die Webhook-URL selbst als Geheimnis: Wer sie kennt, kann Ihren Workflow auslösen. Teilen Sie Produktions-URLs nur mit den Systemen, die sie benötigen. Die Webhook-URL eines Workflows sehen Sie direkt im Webhook-Node im Workflow-Editor. Der kanonische Weg zur Absicherung ist Header Auth im Webhook-Node. Für Datenintegrität und Absender-Verifikation ergänzen Sie eine HMAC-Signatur.

Header Auth (empfohlen)

Der Webhook-Node prüft eingehende Requests auf einen erwarteten Header und beantwortet Requests ohne gültigen Header mit einem Fehler — ohne dass Ihr Workflow startet.
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Authentifizierung aktivieren

Öffnen Sie den Webhook-Node und wählen Sie unter Authentication die Option Header Auth.
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Credential anlegen

Erstellen Sie eine neue Header-Auth-Credential mit Name (der erwartete Header, z.B. X-API-Key) und Value (das Secret). Die Credential wird verschlüsselt im Credential Store gespeichert.
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Testen

Senden Sie einen Test-Request mit und ohne gültigen Header und prüfen Sie, dass nur der authentifizierte Request den Workflow auslöst.
Auch Bearer-Tokens prüfen Sie über Header Auth: Verwenden Sie als Header-Name Authorization und als Value Bearer <ihr-token>.
Verwenden Sie starke, zufällige Werte und rotieren Sie sie regelmäßig — bei Header Auth genügt dafür ein Update der Credential, der Workflow bleibt unverändert. Je nach Automate-Version bietet der Webhook-Node zusätzlich JWT Auth an; ob die Option verfügbar ist, sehen Sie direkt im Authentication-Dropdown des Nodes.

HMAC-Signatur

Eine HMAC-SHA256-Signatur stellt sicher, dass der Request-Body unterwegs nicht manipuliert wurde und tatsächlich vom erwarteten Absender stammt. Der Absender signiert den Body mit einem Shared Secret; Ihr Workflow berechnet die Signatur nach und vergleicht.
Das Beispiel setzt voraus, dass der Betreiber das Shared Secret als Server-Umgebungsvariable (WEBHOOK_SECRET) hinterlegt hat und require für das Node.js-Built-in-Modul crypto serverseitig freigeschaltet ist. Falls der Aufruf fehlschlägt, wenden Sie sich an Ihren Administrator.

Basic Auth

Für interne Systeme genügt oft Basic Auth: Wählen Sie im Webhook-Node Authentication → Basic Auth und hinterlegen Sie Benutzername und Passwort als Credential.
cURL Beispiel
Basic Auth ist einfach und von allen HTTP-Clients unterstützt, aber weniger flexibel als Header Auth — bevorzugen Sie für neue Integrationen Header Auth.

Replay-Schutz

Header Auth und HMAC verhindern nicht, dass ein abgefangener, gültiger Request erneut gesendet wird. Dagegen schützen Timestamp- und Nonce-Prüfung — am besten kombiniert. Timestamp-Validierung: Lehnen Sie Requests ab, deren Zeitstempel zu alt ist. Der Absender sendet dafür einen Header wie X-Timestamp mit.
Timestamp-Check (Code-Node)
Verwenden Sie ein maximales Alter von 5-15 Minuten, abhängig von Ihrer Anwendungslogik. Bei HMAC-Absicherung sollte der Timestamp Teil der signierten Daten sein, damit er nicht manipuliert werden kann. Nonce-Validierung: Eine Nonce (Number Used Once) stellt sicher, dass jeder Request nur einmal verarbeitet wird, auch wenn er mehrfach gesendet wird.
Nonce-Check (Code-Node)
Beachten Sie: $getWorkflowStaticData persistiert nur bei Produktions-Ausführungen aktiver Workflows, nicht bei manuellen Test-Runs.

Webhook-Sicherheits-Checkliste

  • Mindestens eine Authentifizierungsmethode ist implementiert
  • Secrets liegen im Credential Store, nicht im Workflow-JSON
  • Die Webhook-URL wird wie ein Geheimnis behandelt
  • HTTPS wird verwendet (nicht HTTP)
  • HMAC-Signaturen werden bei kritischen Webhooks validiert
  • Replay-Schutz (Timestamp + Nonce) ist bei kritischen Webhooks implementiert
  • Fehlgeschlagene Authentifizierungsversuche werden überwacht

Input-Validierung

Validieren Sie alle eingehenden Daten, bevor Ihr Workflow sie weiterverarbeitet:
Input-Validierung (Code-Node)

SQL-Injection verhindern

Bei Datenbankabfragen gilt: Verwenden Sie Parameterized Queries, fügen Sie User-Input niemals direkt in SQL ein und validieren Sie alle Inputs.

Audit und Nachvollziehbarkeit

Automate führt kein eigenes Audit-Log. Zwei reale Quellen decken die Nachvollziehbarkeit ab:
  • Execution-Historie: Jede Workflow-Ausführung mit Status, Input/Output und Fehlern finden Sie im Executions-Tab — siehe Debugging.
  • Localmind-Audit-Logs: Sicherheitsrelevante Ereignisse Ihrer Organisation (Logins, Berechtigungsänderungen, Ressourcen-Zugriffe) erfassen die Audit-Logs der Plattform — siehe Observability und Audit-Logs.

Best Practices

  • Principle of Least Privilege: nur die minimal notwendigen Berechtigungen gewähren.
  • Regelmäßige Audits: Workflows regelmäßig auf Sicherheitslücken prüfen.
  • Credential Rotation: Credentials regelmäßig rotieren.
  • Monitoring: auf verdächtige Aktivitäten überwachen.

Häufige Sicherheitsfehler

Weiterführend: Sub-Processors und Compliance-Dokumente.