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Die Qualität Ihrer Prompts bestimmt direkt die Qualität der Antworten. Ein gut strukturierter Prompt kann den Unterschied zwischen einer generischen und einer präzisen, nützlichen Antwort ausmachen.

Was ist ein Prompt?

Ein Prompt ist die Eingabe, die Sie einem KI-Modell geben. Er kann aus einer einfachen Frage, einer komplexen Anweisung oder einer Kombination aus Kontext, Beispielen und Aufgabenbeschreibung bestehen.
Denken Sie an Prompting wie an die Kommunikation mit einem extrem fähigen, aber wörtlich nehmenden Assistenten. Je klarer und präziser Ihre Anweisung, desto besser das Ergebnis.

System-Prompt vs. User-Prompt

In Localmind gibt es zwei Arten von Prompts:
EigenschaftSystem-PromptUser-Prompt
WoAgent-Konfiguration (einmalig)Chat-Eingabe (pro Nachricht)
Sichtbar für UserNein (im Hintergrund)Ja (ist die Nachricht selbst)
PersistenzBleibt über alle Nachrichten aktivGilt nur für diese eine Nachricht
InhaltRolle, Regeln, Format, EinschränkungenKonkrete Aufgabe oder Frage
Wer erstellt ihnAdministrator / Agent-ErstellerEndbenutzer
Metapher: Der System-Prompt ist das Stellenprofil und die Betriebsanleitung für Ihren KI-Mitarbeiter. Der User-Prompt ist die konkrete Aufgabe, die Sie ihm geben.

Die 5 Bausteine eines guten Prompts

Jeder effektive Prompt besteht aus bis zu fünf Bausteinen:
1

Rolle / Kontext

Wer soll das Modell sein? Geben Sie dem Modell eine klare Identität und die nötigen Hintergrundinformationen.Beispiel: “Sie sind ein erfahrener Finanzanalyst mit Expertise in europäischen Märkten.”
2

Aufgabe

Was genau soll getan werden? Formulieren Sie die Aufgabe explizit und spezifisch.Beispiel: “Analysieren Sie die beigefügten Quartalszahlen und identifizieren Sie die drei wichtigsten Risikofaktoren.”
3

Format

In welcher Form soll die Antwort kommen? Listen, Tabellen, Fließtext, JSON.Beispiel: “Präsentieren Sie die Ergebnisse als nummerierte Liste mit jeweils max. 50 Wörtern pro Punkt.”
4

Einschränkungen

Was soll NICHT passieren? Setzen Sie klare Grenzen für Thema, Länge, Tonfall und Inhalt.Beispiel: “Fokussieren Sie sich auf finanzielle Risiken, nicht auf operative Herausforderungen.”
5

Beispiele

Wie sieht guter Output aus? 3–5 diverse Beispiele reduzieren Fehlinterpretationen drastisch (Few-Shot Prompting).

Alle Bausteine kombiniert

[Rolle/Kontext]
Sie sind ein erfahrener Finanzanalyst.

[Aufgabe]
Analysieren Sie die beigefügten Quartalszahlen und identifizieren Sie die drei wichtigsten Risikofaktoren.

[Format]
Präsentieren Sie die Ergebnisse als nummerierte Liste mit jeweils einer kurzen Erklärung (max. 50 Wörter pro Punkt).

[Einschränkungen]
Fokussieren Sie sich auf finanzielle Risiken, nicht auf operative Herausforderungen.

[Beispiele]
1. Währungsrisiko – Die EUR/USD-Schwankung von 8% im Q3 gefährdet die Margen im US-Geschäft, das 40% des Umsatzes ausmacht.

Schwacher Prompt vs. Starker Prompt

Schwach:
Schreib eine E-Mail an einen Kunden.
Stark:
Verfassen Sie eine professionelle E-Mail an einen B2B-Kunden (Geschäftsführer, mittelständisches Unternehmen), der sein Vertragsverlängerungsangebot noch nicht beantwortet hat. Ton: höflich aber bestimmt. Ziel: Termin für ein 15-Minuten-Gespräch vereinbaren. Max. 150 Wörter.

Iteratives Verfeinern

Die erste Antwort ist selten perfekt. Verfeinern Sie schrittweise:
RundeAktionErgebnis
1”Fasse den Quartalsbericht zusammen”Zu allgemein, keine Zahlen
2”Ergänze konkrete Umsatzzahlen und Prozentwerte”Besser, aber falsches Format
3”Formatiere als Tabelle: Metrik / Q3 / Q4 / Veränderung”Perfekt
TemplateOriginalanfrage + “mit konkreten Zahlen, als Tabelle”Direkt beim ersten Versuch gut
KI-Modelle sind hervorragende Prompt Experten. Verwende Modelle zum formulieren und formatieren neuer Systemprompts

Nächste Schritte