1. Zero-Shot Prompting
Was: Du gibst dem Modell nur die Anweisung – keine Beispiele. Das Modell arbeitet allein mit der Aufgabenbeschreibung. Wann: Einfache, eindeutige Aufgaben. Allgemeine Fragen. Wenn das Ausgabeformat nicht kritisch ist.2. Few-Shot / Multishot Prompting
Was: Du zeigst dem Modell 2–5 Beispiele des gewünschten Outputs. Das Modell erkennt das Muster und reproduziert es. Wann: Spezifische Formatierung erforderlich. Ungewöhnliche Aufgabenstellungen. Konsistente Outputs über mehrere Anfragen.- Diversität: Verschiedene Varianten zeigen, nicht nur den einfachen Fall
- Negativbeispiele: Zeigen, was du NICHT willst
- Realismus: Beispiele verwenden, die deinem Anwendungsfall ähneln
3. Chain of Thought (Schrittweises Denken)
Was: Das Modell “denkt laut” und arbeitet Schritt für Schritt. Dadurch reduzieren sich Fehler bei komplexen Aufgaben erheblich. Wann: Komplexe Analysen, Logikprobleme, Berechnungen, mehrstufige Entscheidungen.- Einfach
- Geführt
- Strukturiert
Ein Satz am Ende des Prompts reicht:
4. XML-Tags für Struktur
Was: XML-Tags schaffen klare Abgrenzungen zwischen den Bestandteilen deines Prompts. Das Modell erkennt sofort, was Kontext ist, was die Aufgabe ist und was das gewünschte Format ist. Wann: Umfangreiche Prompts mit viel Kontext. System-Prompts für Agenten. Wenn klare Trennung zwischen Input-Abschnitten nötig ist.Gängige Tags
5. Prompt Chaining (Verkettung)
Was: Komplexe Aufgaben in Teilschritte zerlegen – der Output von Schritt 1 wird zum Input für Schritt 2. Wann: Mehrstufige Prozesse (Recherche → Analyse → Bericht). Wenn du Zwischenergebnisse kontrollieren möchtest. Bei Aufgaben, die zu komplex für einen einzelnen Prompt sind.1
Prompt 1: Analyse
“Analysieren Sie den Text und identifizieren Sie die drei Hauptthemen.”
2
Prompt 2: Vertiefung
“Basierend auf den identifizierten Themen: Recherchieren Sie zu jedem Thema aktuelle Entwicklungen.”
3
Prompt 3: Synthese
“Kombinieren Sie die Analysen zu einem Executive Summary mit Handlungsempfehlungen.”
6. Persona / Rollenanweisungen
Was: Dem Modell eine Rolle geben verbessert Fachexpertise und Tonfall der Antworten. Das Modell passt Vokabular, Denkweise und Detailtiefe an die zugewiesene Rolle an. Wann: Fachspezifische Aufgaben. Wenn ein bestimmter Tonfall oder eine bestimmte Perspektive gewünscht ist.- Technisch
- Kreativ
- Analytisch
7. Negative Prompting
Was: Explizit definieren, was du NICHT willst – oft wirksamer als zu beschreiben, was du willst. Wann: Qualitätskontrolle. Wenn das Modell wiederholt unerwünschte Muster zeigt. Zur Stilkontrolle.8. Self-Consistency Prompting
Was: Das Modell generiert mehrere Lösungswege und vergleicht sie. Ideal für Entscheidungsfindung und komplexe Fragestellungen. Wann: Entscheidungen mit mehreren Optionen. Wenn du verschiedene Perspektiven benötigst. Bei komplexen Fragen ohne eindeutige Antwort.Verwende für eigene Platzhalter eckige Klammern wie
[FRAGE]. Die Schreibweise {{frage}} ist in Localmind für Variablen reserviert und würde beim Ausführen automatisch ersetzt.Techniken im Überblick
Nächste Schritte
Prompt-Templates
Diese Techniken in der Praxis: Fertige System-Prompts zum Kopieren.
Halluzinationen vermeiden
Strategien für faktisch korrekte Ergebnisse.
