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Rollenvorlagen sind Vorlagen, aus denen konkrete Rollen auf den verschiedenen Berechtigungsebenen (Instanz, Organisation, Space) erstellt werden. Sie definieren, welche Aktionen ein Benutzer mit einer bestimmten Rolle ausführen darf.
Erfordert Instanz-Administrator-Rechte.
Neu: Sie können Modellzugriffe jetzt rollenbasiert steuern — z.B. eine Rolle “Power-User” erstellen, die Zugriff auf große Flagship-Modelle erhält, während Standard-User auf günstigere Modelle beschränkt sind.Geändert: Berechtigungsprüfungen wurden überarbeitet und sind jetzt vorhersehbarer. Wenn Sie eigene Rollen-Konfigurationen aus früheren Versionen haben, prüfen Sie das Verhalten nach dem Update.

Zwei Arten von Rollenvorlagen

System-Rollenvorlagen

Von Localmind mitgelieferte Vorlagen wie Viewer und Administrator. Diese decken die gängigsten Anwendungsfälle ab und können nicht bearbeitet oder gelöscht werden.

Benutzerdefinierte Rollenvorlagen

Von Instanz-Administratoren erstellte Vorlagen für spezifische Anforderungen. Hier lässt sich granular festlegen, auf welche Funktionen eine Rolle Zugriff hat – z.B. „darf Agenten abfragen, aber keine Daten bearbeiten”.

Geltungsbereich

Rollenvorlagen können auf jeder der drei Berechtigungsebenen eingesetzt werden:
  • Instanz-Ebene — Steuert instanzweite Verwaltungsrechte
  • Organisations-Ebene — Steuert Zugriff auf Organisationseinstellungen, Library, Billing etc.
  • Space-Ebene — Steuert Zugriff auf KI-Ressourcen (Agenten, Daten, Apps, Tools)
Eine Rollenvorlage gilt immer nur innerhalb ihrer jeweiligen Ebene. Eine Space-Rollenvorlage hat keinen Einfluss auf Organisationseinstellungen und umgekehrt.
Benutzerdefinierte Rollenvorlagen sind besonders wirkungsvoll in Kombination mit Teams: Ein Team erhält beim Zuweisen zu einem Space automatisch die festgelegte Rolle – so lassen sich z.B. Leserechte für eine Abteilung und Vollzugriff für die Projektleitung im selben Space abbilden.
Details zur Zuweisung von Rollen an Benutzer und Teams auf Organisationsebene finden Sie unter Mitglieder (Org-Mitgliedschaften) und Space-Rollen (Rollen-Definitionen auf Space-Ebene).

Custom Org Rollen erstellen

Org-Rollen steuern, welche Aktionen Benutzer innerhalb einer Organisation ausführen dürfen – von der Mitgliederverwaltung über Billing bis hin zu Library und Audit Logs. Die Rolle wird über einzelne Berechtigungen je Kategorie granular zusammengestellt. UI-Ort: Instanzeinstellungen → Rollenvorlagen → Rolle erstellen

Formular

Im Berechtigungsbereich können Sie über die Suche („Kategorien oder Berechtigungen suchen…”) gezielt nach Berechtigungen filtern. Alle auswählen und Alle abwählen erleichtern die initiale Konfiguration.

Aktions-Glossar

Die folgenden Aktionstypen (Verben) kommen in den Berechtigungskategorien vor. Dieses Glossar gilt sowohl für Org-Rollen als auch für Custom Space Rollen.

Berechtigungskategorien

Jede Berechtigung gehört zu einer Kategorie. Die folgende Tabelle zeigt alle verfügbaren Kategorien für Org-Rollen, ihre typischen Aktionen und die Auswirkung auf den Benutzer.
Diese Tabelle zeigt ausschließlich Org-Rollen-Kategorien (24 Resources). Space-Level-Berechtigungen (z.B. Conversations, Apps, Tables, Documents, Tools, Webhooks) finden Sie unter Space-Rollen — Berechtigungskategorien im Space. Einige Resources existieren auf beiden Ebenen (Library, Audit Logs, Analytics, Billing, Members, Spaces, Base Models, Prompt Variables, Credentials) mit jeweils eigenen Aktionen.

Best Practices

Rollen schrittweise aufbauen:
  • Starten Sie mit Lesen-Berechtigungen und fügen Sie nur die Schreib-/Admin-Rechte hinzu, die tatsächlich benötigt werden.
  • Aufdecken (Reveal) nur an sehr wenige Administratoren vergeben. Bevorzugen Sie Verwenden (Use), wenn die Nutzung von Zugangsdaten ausreicht, ohne den Klartext sehen zu müssen.
  • Trennen Sie Betriebs-Rollen (Jobs, Verarbeitung) von Inhalts-Rollen (Agents, Documents, Data). So vermeiden Sie, dass Content-Ersteller versehentlich die Pipeline beeinflussen.
  • Führen Sie regelmäßige Reviews durch: Wer hat Verwalten, Löschen, Exportieren oder Aufdecken (Reveal)?

Persönliche API-Schlüssel: Self-Service in der Standardrolle Org-Member

Seit v1.0.0-beta.5 sind persönliche API-Schlüssel ein Self-Service-Feature für End-User. Die Berechtigung steckt in der Kategorie Api Keys (Aktionen: Erstellen, Lesen, Aktualisieren, Löschen) und ist in der Standardrolle Org-Member komplett aktiviert — alle Mitglieder einer Organisation verwalten ihre Schlüssel also direkt in den Kontoeinstellungen, ohne dass Admins eingreifen müssen.
Wenn Sie das Verhalten einschränken wollen, klonen Sie die Rolle Org-Member in eine Custom Org-Rolle, entfernen die gewünschten Api Keys-Aktionen (z.B. Erstellen, um Neu-Anlage zu sperren) und weisen die neue Rolle gezielt zu. Die Standardrolle selbst ist nicht editierbar.
End-User-Perspektive: Persönliche API-Schlüssel — was Mitglieder mit dieser Berechtigung tun können.